Zur Glaubwürdigkeit der Massenmedien und zur Fremdartigkeit der Freizeit

Etwas über 3 Jahre habe ich jetzt darauf hingefiebert, den folgenden Satz sagen/schreiben/in die Welt hinaus schreien zu können:

Ich habe abgegeben!

Und jetzt? Je länger ich darüber nachdenke, desto absurder erscheint mir: nach außen ändert sich vor den Schritten die noch folgen (Disputation, Publikation) erst einmal nichts („Glückwunsch, Frau Doktor!“ „Nein, nein, noch nicht….“), für mich aber ändert sich erst einmal alles – auf einem ganz persönlichen Level. Ich muss wieder lernen, mich zu beschäftigen und Freizeit haben zu dürfen – ohne schlechtes Gewissen.

Das klingt, als wäre das ganze Unterfangen eine einzige Tortur gewesen – das war es nicht (und sollte es auch nicht sein), aber zum Ende hin wurde man doch – gelinde gesagt – minimal ungeduldig. Fortschritt an der Diss korreliert stark negativ mit der nervlichen Toleranz für SPSS-Ausfälle, Latex-Fehler und überhaupt (N=1, inferenzstatistische Prüfung der Hypothese steht noch aus).

So, und jetzt? Ich hatte ja für den Fall schon einmal vorgesorgt und eine Löffel-Liste geschrieben, die ich jetzt nach Möglichkeit sukzessive abarbeiten werde. Erster Schritt: Hier im Blog all die Themen aufarbeiten, die mir wichtig und die teilweise leider liegengeblieben sind. In dem Kontext möchte ich auf ein schönes Projekt der FH Wien (Studiengang Journalismus) aufmerksam machen: Die Buchreihe „Medienwissen für die Praxis“ (herausgegeben im Holzhausen-Verlag, Wien). Thema des aktuellen Bandes: Zur Glaubwürdigkeit der Massenmedien. Eine Interviewsammlung, an der ich um den Jahreswechsel herum teilhaben und meinen Senf zum Thema soziale Medien, Glaubwürdigkeit und Authentizität im Netz dazu geben durfte. Schön, wenn man das im stillen Kämmerlein im Rahmen der Diss gesammelte Wissen aus der Forschung in so einem Kontext an den Mann und die Frau bringen darf (danke an Wencke für diese Möglichkeit). Ein sehr angenehmes Gespräch, ein sehr spannendes Ergebnis, ich freue mich darau es jetzt mal komplett zu lesen! (jetzt darf ich ja wieder ;)).

Übrigens, weitere Ideen für den sinnvollen Freizeitausgleich sind herzlich willkommen! :)

 

 

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