Somebody Else’s Problem – heute ist Handtuchtag!

Der 25. Mai ist ein Gedenktag an Douglas Adams, den Autor der „Per Anhalter durch die Galaxis“-Reihe (Hörspiel, Buch etc.). „Per Anhalter durch die Galaxis“ ist nicht nur ein Thema für Science Fiction Fans und Freunde des gepflegten Humors – die wirren Geschichten und kleinen Seitenhiebe auf unsinnige menschliche Verhaltensweise und zu hinterfragende gesellschaftliche Strukturen macht es zu einem wahren Fest der Satire. Eine meiner Lieblingsstellen ist etwas für die Psychologen.

Im dritten Teil „Das Leben, das Universum und der ganze Rest“ wird eine Technologie vorgestellt, die es erlaubt, Dinge (sogar ganze Raumschiffe) unsichtbar zu machen. Diese basiert nicht auf physikalischen Prinzipien sondern auch einer Eigenschaft der menschlichen Psyche: Dinge ignorieren, die uns nichts angehen, die wir nicht wissen wollen, nicht erklären können oder nicht erwarten. Beobachtbare Phänomene wie der Bystander-Effekt, soziales Faulenzen und Wahrnehmungsverzerrungen sind Forschungsgegenstände unterschiedlicher psychologischer Disziplinen und stehen selten in einem positiven Licht: Ob es nun fehlende Zivilcourage oder Fehlattributionen sind (die bei der Entstehung von Depressionen eine Rolle spielen können).

In Douglas Adams‘ Reise durch Raum und Zeit erfüllt die o.g. menschliche Eigenschaft einen Zweck: Das sog. S.E.P- (Somebody Else’s Problem) oder zu deutsch P.A.L. (Problem anderer Leute) -Feld kann Dinge verschwinden zu lassen, die nicht gesehen werden sollen.

Diese Vorgehensweise ist wesentlich effektiver als die Entwicklung einer Technologie, die wirklich unsichtbar macht. Das ist ein solch komplexes Problem, dass es in 999.999.999.999 von 1 Mrd. Fälle einfacher ist, den betreffenden Gegenstand einfach zu entfernen statt ihn unsichtbar zu machen.

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