Mass Interpersonal Science of Persuasion

Ich fand soeben dieses ganz niedliche Video, welches die Six Patterns for Persuasion von Robert Cialdini illustriert – wovon lassen wir uns beeinflussen?

Ich fand soeben dieses ganz niedliche Video, welches die Six Patterns for Persuasion von Robert Cialdini illustriert. Ich muss gestehen, seit ich einen Beitrag von Cialdini und Goldstein im Annual Review of Psychology über Konformität gelesen habe, in dem die grundlegenden Konzepte mal eben anders definiert wurden als in der klassischen Literatur, bin ich etwas skeptisch. Trotzdem ein schönes Video.

Auch für soziale Netzwerkseiten gibt es theoretische Ansätze für Persuasionspatterns (bezeichnend unter dem Term „Mass Interpersonal Persuasion“ bekannt geworden), die ich ziemlich interessant finde: die Arbeiten von Fogg und Kollegen (z.B. das hier oder das hier) beschreiben ganz ähnliche Prinzipien für persuasive Kommunikation, die durch die Eigenschaften der Technologie und der Anwendung der Nutzer über das Netzwerk verbreitet werden, wie z.B.:

  • „Provozieren und Zurückschlagen“ – oder auch poken, gruscheln, anstubsen, spicken…
  • „Expression“ – warum war MySpace so erfolgreich? Möglicherweise weil den Nutzern erlaubt wurde, ihre Profilseiten bis zur Unkenntlichkeit zu individualisieren. Heute macht man das z.B. mit „Liken“
  • „Offenbaren und Vergleichen“ – auch etwas, was man durch das Klicken des „gefällt mir“-Knopfes hinbekommen kann, aber der eigentliche Prototyp des Reveal and Compare-Prinzips ist Hot or Not

Interessant ist zu beobachten, wie diese Mechanismen über die Zeit in unterschiedlichen Kontexten Verwendung finden, die im Prinzip immer wieder „erneuert“ werden müssen, um nicht an Reiz zu verlieren. Reciprocity mag z.B. auf twitter immer noch aktuell sein (gegenseitiges followen ist nicht selten), aber mal ehrlich, wann hat man das letzte Mal jemanden zurück gepoked, gegruschelt oder gestupst? Gibt’s das überhaupt noch?

. Ich muss gestehen, seit ich einen Beitrag von Cialdini und Goldstein im Annual Review of Psychology über Konformität gelesen habe, in dem die grundlegenden Konzepte mal eben anders definiert wurden als in der klassischen Literatur, bin ich etwas skeptisch. Trotzdem ein schönes Video.

Auch für soziale Netzwerkseiten gibt es theoretische Ansätze für Persuasionspatterns (bezeichnend unter dem Term „Mass Interpersonal Persuasion“ bekannt geworden), die ich ziemlich interessant finde: die Arbeiten von Fogg und Kollegen (z.B. das hier oder das hier) beschreiben ganz ähnliche Prinzipien für persuasive Kommunikation, die durch die Eigenschaften der Technologie und der Anwendung der Nutzer über das Netzwerk verbreitet werden, wie z.B.:

  • „Provozieren und Zurückschlagen“ – oder auch poken, gruscheln, anstubsen, spicken…
  • „Expression“ – warum war MySpace so erfolgreich? Möglicherweise weil den Nutzern erlaubt wurde, ihre Profilseiten bis zur Unkenntlichkeit zu individualisieren. Heute macht man das z.B. mit „Liken“
  • „Offenbaren und Vergleichen“ – auch etwas, was man durch das Klicken des „gefällt mir“-Knopfes hinbekommen kann, aber der eigentliche Prototyp des Reveal and Compare-Prinzips ist Hot or Not

Interessant ist zu beobachten, wie diese Mechanismen über die Zeit in unterschiedlichen Kontexten Verwendung finden, die im Prinzip immer wieder „erneuert“ werden müssen, um nicht an Reiz zu verlieren. Reciprocity mag z.B. auf twitter immer noch aktuell sein (gegenseitiges followen ist nicht selten), aber mal ehrlich, wann hat man das letzte Mal jemanden zurück gepoked, gegruschelt oder gestupst? Gibt’s das überhaupt noch?

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