Ist Facebook denn jetzt gut für uns oder schlecht? (Infografik)

In der letzten Woche stürzten sich reichweitenstarke Medien auf eine Studie, deren Ergebnisse dafür sprechen, dass Facebook-Nutzung Neid verursacht und die eigene Lebenszufriedenheit negativ beeinflusst. Es gibt allerdings auch wissenschaftliche Ergebnisse, die dafür sprechen, dass Facebook-Nutzung positive Effekte für das persönliche Befinden haben kann. Wie passt das zusammen?

Ich möchte vorab sagen, dass ich die Ergebnisse der besagten Studie auf keinen Fall klein reden möchte. Ich finde die Methodik sehr gründlich und kenne andere Studien, die zu ähnlichen Ergebnissen kommen. Ich frage mich nur, wieso ausgerechnet immer solche Arten von Ergebnissen ihre Verbreitung über die Medien finden, die solche nicht immer (aber glücklicherweise immer öfter) differenziert berichten, sondern als Hauptaussage hervorarbeiten: Facebook ist schlecht für uns. Dabei wird in der Studie selbst schon berichtet, dass dies vor allem für passive Surfer zutrifft und nicht zwingend für jede Person die gleichen Effekte haben muss. Darüber hinaus gibt es Studien, die positive Zusammenhänge zwischen Facebook-Nutzung und diverser Indikatoren für persönliches Wohlbefinden gefunden haben.

Ich wollte hier mal ein paar (teils auf den ersten Blick widersprüchliche) Ergebnisse zur Facebook-Nutzung von Studierenden zusammenfassen und darüber hinaus darauf aufmerksam machen, dass Effekte (bzw. Korrelate, bitte nicht verwechseln) von Facebook-Nutzung immer im Kontext betrachtet werden müssen und sich selten verallgemeinern lassen. Daher ist die Frage „gut oder schlecht“ leider auch am ehesten mit „es kommt darauf an“ zu beantworten.

 

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